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2018-03-28 Querformat, Hochformat oder Quadrat?

 Bei der Komposition eines Fotos stellt sich die Frage: Querformat,Hochformat oder Quadrat? Jedes dieser Formate ist zum einen motivabhängig und zum anderen wirkt es anders auf den Betrachter.

ColijnMillquer

Das Querformat entspricht am ehesten unseren Sehgewohnheiten, die durch die horizontale Anordnung unserer Augen bedingt sind. Für Landschaftsaufnahmen bietet sich das Querformat natürlich an. Dadurch bekommt man ein nahezu realistisches Abbild unserer optischen Wahrnehmung. So ist auch die englische Bezeichnung für dieses Format: „landscape“, Landschaft.  Durch dieses Format hat das Bild eine beruhigende Wirkung und entwickelt Tiefe und Weite.

ColijnMillhoch

Das Hochformat wirkt darum instabil, aber auch dynamisch und vermittelt Nähe. Oft werden darum Werbeaufnahmen im Hochformat aufgenommen. Das Hochformat wird für Motive verwendet, die eher hoch als breit sind, um größere ungenutzte Flächen auf dem Photo zu vermeiden. Es wird sehr häufig in der Porträtphotographie verwendet sowie in der Architekturphotographie. Der englische Begriff für Hochformat ist demgemäß auch „portrait“.

ColijnMillquadrat

Das quadratische Format wird im Abbildverhältnis 1:1 dargestellt und bietet sich beispielsweise für Fotos an, deren Motiv ebenfalls quadratisch ist.Es ist zu bevorzugen, wenn der zusätzliche Raum auf einem „normalen“ Foto keine weiteren interessanten Elemente enthält. Von der Bildwirkung wird der Betrachter sehr intensiv auf das Motiv gelenkt.

Das quadratische Format wird seltener verwendet und besitzt einen recht eigensinnigen, künstlerisch durchaus interessanten Charakter. Es ist das klassische Format für Passbilder und wird vielleicht noch am häufigsten in der Sach- und Stilllebenphotographie verwendet.

Weil Abbildungsfehler von Objektiven zum Rand hin größer werden, ist das quadratische Format in Hinsicht auf die Bildqualität sogar die optimale Wahl.

2017-11-26  Cyanotypie

Die Cyanotypie, auch als Blaudruck, Eisenblaudruck bekannt, ist ein altes fotografisches Edeldruckverfahren mit typisch cyanblauen Farbtönen.

Im Jahr 1842 entwickelte der englische Naturwissenschaftler und Astronom Sir John Herschel dieses Verfahren. Die Cyanotypie war das dritte Verfahren nach der Daguerreotypie und Talbotypie/Kalotypie zur Herstellung von stabilen fotografischen Bildern. Es ist ein Verfahren, das auf Eisen und nicht auf Silber beruht, welches sonst bei der herkömmlichen Herstellung von Photoabzügen (und den zuvor erfundenen Verfahren) verwendet wird.

Anna Atkins, eine britische Naturwissenschaftlerin, machte diese fotografische Technik durch ihre Bücher bekannt, in denen sie Farne und andere Pflanzen mit Cyanotypien dokumentierte. Sie gilt durch diese frühe Anwendung als erste Fotografin. Künstlerisch stand diese Technik immer etwas im Abseits, sie wurde lange Zeit nicht zu den fotografischen Edeldruckverfahren gezählt.

Saugfähiges Papier wird in Lösungen von Kaliumhexacyanidoferrat(III) und Ammoniumeisen(III)-citrat (veraltet Ferriammoniumcitrat), bzw. Kaliumhexacyanidoferrat(III) und Ammoniumtrioxalatoferrat(III) (veraltet Ferriammoniumoxalat) sensibilisiert und danach getrocknet. Bereits die gemischten Lösungen sind lichtempfindlich. Die Belichtung erfolgt unter einem Schatten werfenden Gegenstand als Fotogramm (Gegenstand, Pflanze etc.) oder mit einem Negativ durch UV- oder Sonnenlicht. An einem bedeckten Tag beträgt die Belichtungszeit mit Tageslicht 10–20 Minuten. In den belichteten Partien wird dabei die Eisenverbindung zweiwertig und wasserunlöslich - es bildet sich der Farbstoff Berliner Blau. Die unbelichteten Teile sind wasserlöslich und lassen sich unter fließendem Wasser auswaschen (es findet keine Entwicklung statt). Der Kontrast kann durch Baden in 1%iger Kaliumdichromatlösung gesteigert werden. Die Farbe lässt sich durch Baden in Tannin, Oolong-Tee, Katzenurin oder Pyrogallol verändern.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Cyanotypie

 

2017-05-05  Fine Art Handabzug auf Barytpapier - der Silbergelatine- oder Gelatinesilberabzug

Eine Fine-Art-Handvergrößerung von Schwarz-Weiß-Negativen mit individueller Ausarbeitung auf hochwertiges, edles Fotopapier mit starkem Trägerkarton und hohem Silbergehalt ist ein arbeitsintensiver Prozess, der aber eine unvergleichliche Qualität und Haltbarkeit der Fotografie ermöglicht.

Nach der Film-Entwicklung im eigenen Labor kann die Dichte und Qualität des Negativs vorab beurteilt werden, meist erfolgt ein Scan, der auch die Details des Fotos im Positiv umgewandelten Monitorbild hervorhebt.

Bei der nun folgenden Vergrößerung auf Papier werden Helligkeit und Kontrast durch mehrere Probestreifen-Entwicklungsdurchgänge ermittelt und optimal eingestellt. Abwedeln und Nachbelichten (Aufhellen und Abdunkeln bestimmter Bildpartien) zur Bildverbesserung und individuelle Ausschnitte werden geplant.

Das belichtete Fotopapier wird entwickelt, nach Stoppbad und Fixierung und anschließender Reduzierung der Fixiersalze in einem Hypo-Clear-Bad mindestens 30 Minuten gewässert.

Die anschließender Tonung des Photos dient in erster Linie der Haltbarkeit des Bildes, die den Barytbildern eine Lebensdauer von nachweislich mind. 80 Jahren beschert. Toner wandeln das lichtempfindliche Bildsilber in andere chemische Verbindungen um. Je nach Toner können UV Lichtbeständigkeit, geringer Farbtonumschlag oder ein komplett anderer Farbton erzeugt werden. Hier wird das Silberbild erst gebleicht, zwischengewässert und nachfolgend je nach gewünschter Intensität im Toner gebadet.

Das nasse und nicht sehr formstabile Barytpapier muss nun wieder gewässert und dann getrocknet werden. So ziehe ich eine langsame Lufttrocknung einer Trocknung mit Warmluftgebläse vor, erst nach Abtrocknung der Gelatineschicht wird die Restfeuchte des Papiers in der Trockenpresse beseitigt.

So halten Sie schließlich nach durchschnittlich zwei Tagen ein einzigartiges Kunstwerk in Händen und sehen, ob sich die Mühe gelohnt hat.

Weitere Infos zu Barytpapier https://de.wikipedia.org/wiki/Fotopapier

Infos zur Haltbarkeit und Präsentation von Silbergelatine-Prints

https://www.fotografie-in-schwarz-weiss.de/sw-fotografie/kolumne/101-wollstein03.html

Professionelle Rahmung in Bingen http://www.bilder-rahmen-bingen.de/